Unwetterschäden absetzen

Schäden, die bei Unwetterkatastrophen entstanden sind, können von der Steuer abgesetzt werden.

Das gilt sowohl für die Reparatur des Hauses als auch für den Neukauf von Einrichtungsgegenständen.

„Es handelt sich dabei um außergewöhnliche Belastungen, die bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden können“, erklärt AK-Steuerexperte Reinhold Haring.

Sofern sie nicht vom Katastrophenfonds oder einer Versicherung getragen werden, können folgende Kosten ohne Selbstbehalt von der Steuer abgesetzt werden:

  • Kosten der Beseitigung von Wasser- und Schlammresten sowie unbrauchbarer Gegenstände und Sperrmüll, Raumtrocknung und Mauerentfeuchtung, egal ob für Erst- oder Zweitwohnsitz.
  • Reparatur und Sanierung beschädigter Gegenstände: Dazu zählen z. B. die Erneuerung des Verputzes, Ersatz der Fußböden, Ausmalen von Räumen, Sanierung der Kanalisation bzw. Senkgruben, Reparatur von Zäunen, Pflasterungen und die Reparatur beschädigter Fahrzeuge. Dies gilt allerdings nur für den Erstwohnsitz und nicht für sogenannte „Luxusgüter“ wie ein Schwimmbad.
  • Ersatzbeschaffungen: Dies sind der Neubau von Gebäuden bzw. Gebäudeteilen für den Hauptwohnsitz sowie Kosten für den Kauf neuer Möbel, Kleidung (2.000 Euro pro Person im Haushalt) oder Geschirr sowie Elektrogeräte in voller Höhe.
  • Kosten für den Ersatz von Mopeds und Fahrrädern (nicht jedoch Sporträder und andere Sportgeräte) sowie der Schaden an Pkw im Ausmaß des Zeitwertes des zerstörten Fahrzeuges.

Zu beachten ist: Unterlagen, die als Nachweis der Schäden dienen, sollten gesammelt werden. Dazu zählen Fotos, die den Schaden dokumentieren, falls vorhanden eine Niederschrift der Gemeindekommission, eigene Aufzeichnungen über Schäden sowie Rechnungen und Belege aller Kosten. Eigenleistungen sind leider nicht absetzbar.

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