Kunstmeile 2012 eröffnet

Elf Bildhauer haben von 2. bis 9. Juni 2012 am zweiten Bildhauer Symposion in Trausdorf teilgenommen.

Die Skulpturen, die in dieser intensiven Arbeitswoche entstanden sind, wurden am linken Wulka-Ufer aufgestellt. Gegenüber, am rechten Wulka-Ufer, sind die Skulpturen zu sehen, die im Vorjahr beim ersten Trausdorfer Bildhauer Symposion angefertigt wurden.

Die feierliche Eröffnung der Kunstmeile fand am Samstag, 9. Juni, in Anwesenheit von Landtagsabgeordneten Robert Hergovich, Bürgermeister Viktor Hergovich, Vizebürgermeister Franz Zakall und Vizebürgermeister Walter Kadnar, Tourismusverbandsobmann Dr. Milan Kornfeind sowie zahlreicher Bürgerinnen und Bürger statt.

Bürgermeister Viktor Hergovich und Landtagsabgeordneter Robert Hergovich überreichten Dr. Kornfeind einen Scheck über 900 Euro. Das Geld wird für den Ankauf einer Skulptur verwendet. Für weitere Skulpturen werden noch Sponsoren gesucht.

Walpurga Horvath, geboren 1923 in Trausdorf

Robert Hergovich berichtete aus der Lebensgeschichte von Walpurga Horvath, Angehörige einer Roma-Familie, die in Trausdorf gelebt hatte. 1938 wurde das damals 15-jährige Mädchen gemeinsam mit seiner Schwester von SA abgeholt und in ein Konzentrationslager deportiert. Unter welchen schrecklichen Bedingungen die Trausdorferin den Krieg mit knapper Not überlebte und wie es ihr heute geht, lesen Sie in diesem Bericht.

Zwei der beim Bildhauer Symposion angefertigten Skulpturen erinnern an die Roma-Familien, die in Trausdorf gelebt hatten und von den Nationalsozialisten aus ihrem Lebensraum gerissen wurden. Die Skulpturen sind auch in der heutigen Zeit als Mahnmal zu verstehen - noch immer sind Minderheiten in vielen Ländern dieser Welt Verfolgung und Übergriffen ausgesetzt.

Spaziergang durch die Ausstellung

Der künstlerische Leiter der Veranstaltung, Karolj Palkovich, führte gemeinsam mit den Künstlern durch die Kunstmeile. Begleitet wurde die Vernissage von den beschwingten Klängen der Zigeunermusik mit Rudolf Ruha aus St. Margarethen an der Spitze.

Da es hin und wieder ein wenig regnete, marschierten die Musiker unter einem Baldachin, der von vier starken Männern getragen wurde.

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