Jubiläumsausstellung

Anlässlich der 70. Wiederkehr des Geburtstages des 2009 verstorbenen Kunstsammlers Peter Infeld organisiert der Tourismusverband Trausdorf von 6. Juli bis 12. August 2012 in Trausdorf eine Ausstellung, die schon im Vorfeld auf überregionales Interesse stieß.

Zur Feier anlässlich der Eröffnung der Ausstellung wird in Trausdorf ein hoher Ehrengast erwartet: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer wird die Ausstellung am Donnerstag, 5. Juli 2012, eröffnen. Die Vernissage findet von 16 bis 18 Uhr statt.

Amtsblatt zum Besuch des Bundespräsidenten Einladung zur Eröffnung der Ausstellungen in der Pfarrscheune und im Sozialzentrum am 5. Juli 2012.

Bis 12. August 2012 können die Bilder in der Pfarrscheune und im Sozialzentrum jeweils am Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 16 bis 20 Uhr besichtigt werden.

Bilder von Gottfried Kumpf

In der Pfarrscheune wird aus der umfangreichen Sammlung des Kunstfreundes Peter Infeld eine Schau von Bildern des Künstlers Gottfried Kumpf zu sehen sein.

Gottfried Kumpf, 1930 in Salzburg geboren, lebte ab 1968 mit seiner Frau, der akademischen Malerin Maria Plachky, in einem typisch burgenländischen Streckhof in Breitenbrunn.

Bilder von Gottfried Kumpf in Trausdorf

In seinem unverwechselbaren Stil malt er die vertrauten Landschaften des Burgenlandes. Wie kaum ein anderer Künstler zelebriert er den herben Charme der pannonischen Weite.

Maria Plachky verstarb schon 1982, von 1984-2005 lebte Kumpf mit seiner zweiten Frau Guni Kumpf überwiegend in Breitenbrunn, ehe er zugunsten großstädtischen Lebens das Burgenland nach 40 Jahren verließ.

Gleichzeitig zur Kumpf-Ausstellung in der Pfarrscheune werden im Sozialzentrum jüngste Aquarelle, frühe Zeichnungen, Mischtechniken und Ölgemälde des Künstlers Günter Costazza zu sehen sein.

Günter Costazza

Günter CostazzaDer Künstler wurde 1936 in Bremen, Deutschland, geboren. Von 1953 -1962 arbeitet er anfänglich als Volontär, später als Theatermaler im Theater am Goetheplatz in Bremen. 1962 übersiedelte Costazza nach Wien, wo er sich auf Wunsch des Bühnenbildners Prof. Günther Schneider-Siemssen der Theatermalerei an der Wiener Staatsoper widmete.

Zu dieser Zeit beschäftigte er sich bereits intensiv mit der Ölmalerei. 1964 fand bereits eine Ausstellung in der Galerie „Zum Basilisken“ in Wien statt. Im selben Jahr beteiligte sich der Künstler an einer Ausstellung in Alpbach in Tirol. 1966 stellte er in der Galerie Lübke in Frankfurt am Main aus.

1973 erhielt Costazza die österreichische Staatsbürgerschaft. Von 1982 bis 1996 war er erster Theatermaler der Österreichischen Bundestheater, ab 1987 Leiter der dortigen Malersäle.

1998 begann er zu aquarellieren. 2002 folgte eine Ausstellung in der Galerie Wolfrum in Wien, ab 2005 Ausstellungen im Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf und in Halbturn im Burgenland und in Wiener Bezirksmuseen.

Peter Infeld, 1942-2009

Gedanken, anlässlich seines bevorstehenden 70. Geburtstages

Peter InfeldPeter Infeld wurde am 8. Mai 1942 in Wien geboren. Seine Mutter Margaretha Infeld öffnete ihm früh die Augen für Malerei, Literatur und die Oper.

Nach der Matura ermöglichte sie ihrem Sohn, der bereits im jugendlichen Alter von 14 Jahren große Opernarien auswendig beherrschte und ein großartiges Stimmpotential erkennen ließ, eine profunde Gesangsausbildung als Tenor bei Mario Del Monaco in Italien.

1965, im Todesjahr seines Vaters  Ing. Otto Infeld, war Peter Infeld die Übernahme von Verantwortung im Familienbetrieb der Musiksaiten-Produktion wichtiger, als die angestrebte professionelle Sängerlaufbahn. Zunächst leitete er den damaligen Kleinbetrieb gemeinsam mit seiner Mutter. Nach deren Tod im Jahre 1994 führte er als alleiniger Geschäftsführer die Firma Thomastik-Infeld GmbH zum weltweit bekannten Unternehmen für Musiksaiten.

Schon ab 1964 begann der vielseitige Kunst und Kultur Interessierte – in den ersten Jahren noch gemeinsam mit seiner Mutter – eine inzwischen auf viele tausend Werke angewachsene Kunstsammlung aufzubauen. Begonnen hat es mit dem Ankauf von Arbeiten der Hauptproponenten der Wiener Schule des Phantastischen Realismus und deren Schüler. Reisen in die Podravina weckten das Interesse an der Naiven Kunst Kroatiens. Zahlreiche Atelier- und Ausstellungsbesuche im Inland, in Paris, Rom, London oder Tiflis erweiterten die Sammlung um wichtige Werke. Die Schwerpunkte der Sammlung Infeld sind in mehreren Kunstbänden dokumentiert.

„Nebenbei“ wurde eine umfangreiche Sammlung von Autographen, Musikinstrumenten und Tonträgern jeglicher Form zusammengetragen. Besonders erwähnenswert ist das in Österreich einmalige Konvolut von buddhistischen Rollbildern (Thangkas) und Ritualgeräten aus Tibet.

Doch Peter Infeld zeichnete sich nicht nur als vielfältiger Sammler aus, ihm lagen auch Musikschulen und andere kulturelle Einrichtungen im In- und Ausland am Herzen, die er laufend unterstützte.  Die Verleihung des Maecenas Preises, des Ehrenzeichens des Landes Burgenland, des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich sowie zahlreiche weitere Preise und Auszeichnungen sind beredte und dankbare Anerkennung seiner Tätigkeit als Unternehmer, Sammler, Sponsor und großzügiger Mäzen.

Bedingt durch seine langjährige Wertschätzung kroatischer Künstler gründete er 1999 in einem mittelalterlichen Patrizierhaus im Zentrum des idyllischen Dorfes Dobrinj auf der Insel Krk die Galerija Infeld, wo jeweils während der Sommermonate hochwertige Expositionen stattfinden.  Im Jahr 2000 wurde das ehemalige Jägerhaus aus Habsburg-Lothringischem Besitz in Halbturn zum wichtigen Kulturzentrum um- und ausgebaut - dem Infeld Haus der Kultur. Auch hier werden, jährlich mehrfach wechselnd, nicht nur Werke aus der Sammlung Infeld präsentiert sondern auch Musikern und bildenden Künstlern eine Plattform für Konzerte, Lesungen, Performances  und  Ausstellungen geboten.

Völlig unerwartet verstarb Peter Infeld am 15. April 2009.

Seitdem führt seine Witwe, Frau Zdenka Infeld – äußerst erfolgreich die Geschicke der Firma, die mit 200 Mitarbeitern rund 3.000 verschiedenartige Saiten für Streich- und Zupfinstrumente produziert, die in über 90 Länder exportiert werden. Das kontinuierliche Streben nach Innovation ermöglicht es, den weltweit unterschiedlichen Ansprüchen von Musikern ständig gerecht zu werden. Viele weltbekannte Orchester und Solisten setzen daher auf die einzigartige Qualität und den unverwechselbaren Klang der Saiten von Thomastik-Infeld.

Unterstützt von einem großartig motivierten Mitarbeiter - Team und von Peter Infelds Sohn Robert Infeld erfüllt Zdenka Infeld getreu dem Unternehmensmotto ihres Mannes „Unsere Saiten, Musik, darstellende und bildende Kunst sind eine untrennbare Einheit“ eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Aufgabe, der sie sich täglich freudig und professionell stellt.

G. Kisser

Lebenslauf Infeld

Lebenslauf Kumpf

Lebenslauf Costazza

Tourismusverband auf Facebook


Wirb ebenfalls für deine Seite

Zurück