Alleingang hat sich bewährt

Trausdorf, 16. August 2010 – Nach den Unwettern der vergangenen Tage und dem Hochwasser im nahen Wulkaprodersdorf zeigt sich heute Trausdorfs Bürgermeister Viktor Hergovich zufrieden mit den Hochwasserschutzmaßnahmen in seiner Gemeinde: „Mit den von uns gesetzten Maßnahmen konnten wir ein weiteres Hochwasser wie im vergangenen Jahr verhindern.“ Verstummt war gestern jedenfalls die Kritik an den Baumschlägerungen des Frühjahres und viele waren sich einig: „Was sein muss, muss sein!“ Die in den letzten Tagen stark betroffene Nachbargemeinde Wulkaprodersdorf will Hergovich durch gemeinsame Hochwasserschutz-Projekte unterstützen. Kritik übt der Bürgermeister an der zuständigen Abteilung des Landes, sowie am gesamten Krisenmanagement.

Hochwasser am 15. August 2010

Blick am 15. August 2010 von der Magdalenabrücke in Trausdorf flussabwärts.

Erst vor kurzem wurde der 1. Bauabschnitt des linearen Hochwasserschutzes im Ortsgebiet von Trausdorf zwischen Friedhofs- und Magdalenabrücke abgeschlossen - und hat gestern bereits die erste Bewährungsprobe tadellos bestanden. Viele Trausdorferinnen und Trausdorfer überzeugten sich persönlich von den eingeleiteten Maßnahmen und waren heilfroh über die Ausweitungen des Uferbereiches.

Auch Bürgermeister Hergovich war sichtlich erleichtert, dass die Gemeinde gestern, am 15. August, verschont geblieben ist: „Wir haben das Heft im Herbst des Vorjahres selbst in die Hand genommen und gleich direkt ein Ansuchen an das Ministerium gestellt. Während wir bei der zuständigen Abteilung im Ministerium sofort Unterstützung gefunden haben, können wir das von der Fachabteilung in der Burgenländischen Landesregierung nicht behaupten.“ Und weiter: „Während beispielsweise eine Förderzusage des Bundesministeriums seit Jänner 2010 vorliegt, haben wir von Landesrat Falb-Meixner bis jetzt noch nichts gehört und bis dato keine Förderzusage bekommen.“

Hochwasser am 15. August 2010

Blick von der Friedhofsbrücke flussaufwärts.

Die Gemeinde wird auf den weiteren Ausbau des Hochwasserschutzes im Ortsgebiet drängen. Konkret wurde bereits ein Ansuchen für den Ausbau des 2. Bauabschnittes von der Magdalenabrücke bis zur Bundesstraßenbrücke gestellt. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei rund 500.000 Euro.

Bürgermeister Hergovich: „Die Unwetter werden immer unberechenbarer und schlimmer. Selbst wenn es zur Gründung eines Hochwasserschutzverbandes kommt, wird es noch Jahre dauern bis konkrete Maßnahmen gesetzt werden. Mir und der betroffenen Bevölkerung geht das jedenfalls viel zu langsam! Ich habe mit dem Bürgermeister von Wulkaprodersdorf bereits Vorgespräche geführt um gemeinsam Rückhaltemaßnahmen zu finanzieren. Das hilft bei den Gemeinden und nur so kann Hochwasserschutz langfristig gesichert werden.“

Kritik wurde auch am gesamten Krisenmanagement laut. So erfuhren die Einsatzkräfte von Trausdorf erst aus dem Radio von der bevorstehenden Gefahr.

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